Kann ich Amazon-Produkte mit Taboola bewerben? Die ehrliche Antwort für Native Ads Advertiser
- 9. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme:
Kann ich Produkte, die ich auf Amazon verkaufe, mit Taboola oder Native Ads bewerben?
Die kurze Antwort:
👉 Technisch ja.
👉 Strategisch: eher keine gute Idee.
Und der Grund dafür ist nicht das Produkt.
Es ist Tracking.
Warum „Amazon mit Taboola bewerben“ ohne eigenes Tracking scheitert
Taboola (bzw. Realize Ads) ist ein Performance-Kanal.
Das bedeutet:
Der Algorithmus lernt anhand von echten Conversion-Signalen wie:
Add to Cart
Start Checkout
Purchase
Diese Events sagen dem System:
„Finde mir mehr Menschen, die genauso ticken wie diese Käufer.“
Das funktioniert aber nur, wenn du den Pixel selbst platzieren kannst.
Und genau hier liegt das Problem mit Amazon (und allen Marktplätzen):
Kein Zugriff auf den Quellcode
Kein Pixel im Checkout
Keine Conversion Events
Kein Rückfluss der Kaufdaten an Taboola
Selbst wenn du ein Advertorial dazwischenschaltest, kannst du maximal den Clickout tracken.
Also:
Native Ad → Advertorial → Klick auf Amazon
Mehr nicht.
Der finale Kauf passiert auf Amazon – komplett außerhalb deines Trackings.
Warum Clickouts kein brauchbares Lernsignal sind
Ein Clickout ist ein extrem schwaches Signal.
Denn:
Nicht jeder Klick auf Amazon bedeutet Kauf.
Nicht jeder Interessent wird Käufer.
Für den Algo bedeutet das:
❌ Keine echten Conversion-Daten
❌ Keine Optimierung auf Käufer
❌ Keine Skalierung auf Profitabilität
Du fliegst blind.
Weder kannst du sauber analysieren, ob Kampagnen profitabel sind,noch kann Realize Ads lernen, wer wirklich kauft.
Das ist der Hauptgrund, warum direkte Amazon-Bewerbung über Native Ads fast immer scheitert.

Gilt übrigens nicht nur für Amazon
Das gleiche Problem hast du bei allen Plattformen, bei denen du keinen Pixel setzen kannst:
Amazon
eBay
Etsy
andere Marktplätze
Ohne Zugriff auf:
Add to Cart
Checkout
Purchase
fehlt die Grundlage für Performance Marketing.
Native Ads brauchen Ownership über den Funnel.
Die richtige Strategie: Eigener Shop + Native Ads
Wenn du ernsthaft mit Taboola skalieren willst, brauchst du:
eigenen Shop (meist Shopify)
sauberes Tracking
Advertorials oder Landingpages
Kontrolle über den gesamten Funnel
Dann kannst du:
Events zurückspielen
Kampagnen optimieren
profitable Placements erkennen
skalieren
Das ist Performance.
Alles andere ist Traffic einkaufen auf Verdacht.
Aber: Taboola kann Amazon trotzdem indirekt helfen
Jetzt kommt der spannende Teil.
Viele Advertiser berichten Folgendes:
Sie bewerben ihr Produkt über Taboola auf den eigenen Shop –verkaufen das gleiche Produkt parallel auf Amazon –und plötzlich sinken die Amazon CPCs.
Warum?
Weil der erste Touchpoint oft über Native Ads passiert:
User sieht dein Produkt auf einer Newsseite
merkt sich deine Brand
geht später direkt auf Amazon
sucht dort nach deiner Marke
kauft über Amazon Ads oder organisch
Das nennt man Spillover-Effekt.
Taboola erzeugt Demand.
Amazon fängt ihn ab.
Das funktioniert erstaunlich gut.
Aber wichtig:
👉 Taboola ist dann der Demand Creator
👉 Amazon ist nur der Conversion Catcher
Nicht umgekehrt.
Fazit: Amazon-only + Native Ads ist keine gute Idee
Wenn du ausschließlich auf Amazon verkaufst und keinen eigenen Shop hast:
❌ kein Tracking
❌ kein Algo-Learning
❌ keine echte Optimierung
❌ keine verlässliche Profitabilität
Das ist keine Performance-Strategie.
Wenn du dagegen:
✅ eigenen Shop hast
✅ Advertorials nutzt
✅ Events trackst
✅ Taboola sauber integrierst
dann kann Native Ads ein extrem starker Mid- und Low-Funnel-Kanal werden –und Amazon profitiert oft sogar indirekt mit.
Native Ads gehören in deinen Marketingmix.
Aber nur, wenn du die Kontrolle über deinen Funnel hast.



