Native Ad Beispiel: So sehen Taboola Ads in der Praxis aus
- 9. Feb.
- 4 Min. Lesezeit

Wer nach einem Native Ad Beispiel oder einem Taboola Ad Beispiel sucht, möchte meist eines ganz konkret sehen:Wie sieht so eine Anzeige eigentlich aus, wo wird sie ausgespielt und aus welchen Elementen besteht sie?
Bevor wir uns gleich ein konkretes Native-Ad-Beispiel ansehen, ist es wichtig zu verstehen, dass Taboola nicht nur ein einzelnes Anzeigenformat kennt. Taboola bietet verschiedene Placements und Produkte, die jeweils unterschiedlich wirken und strategisch unterschiedlich eingesetzt werden sollten.
Welche Placements gibt es bei Taboola Ads?
Wenn man über Taboola Ads spricht, denken die meisten sofort an klassische Native Ads auf Nachrichtenseiten. Das ist korrekt – aber nicht vollständig.
Taboola bietet unter anderem folgende Platzierungsmöglichkeiten:
Native Ads im redaktionellen Umfeld, meist unterhalb von Artikeln auf Nachrichtenseiten
Display-Placements in klassischen Formaten, zum Beispiel vertikale oder rechteckige Anzeigen
In-Mail-Placements, also Anzeigen innerhalb von E-Mail-Postfächern, etwa bei Yahoo
Mobile Lockscreen Placements, bei denen Anzeigen auf dem Sperrbildschirm von mobilen Geräten erscheinen
Push Notifications, die aktiv auf dem Gerät des Nutzers ausgespielt werden
In diesem Artikel beleuchten wir alle Placements kurz, legen den Fokus aber bewusst auf Native Ads, da sie das bekannteste und meistgenutzte Format bei Taboola sind.
Das klassische Native Ad Beispiel bei Taboola
Die klassische Taboola Native Ad erscheint in der Regel unterhalb eines Artikels auf einer Nachrichtenseite oder in einem Empfehlungs-Widget zwischen redaktionellen Inhalten.
Der Nutzer hat gerade einen Artikel gelesen und stößt anschließend auf einen Bereich wie „Das könnte Sie auch interessieren“. In diesem Feed mischt Taboola redaktionelle Empfehlungen des Publishers mit bezahlten Anzeigen von Advertisern.
Wenn man es richtig macht, wirkt eine Native Ad nicht wie klassische Werbung, sondern wie ein weiterer inhaltlicher Vorschlag – ist aber selbstverständlich als Anzeige gekennzeichnet.
Aus welchen Elementen besteht eine Taboola Native Ad?

Eine klassische Native Ad bei Taboola besteht aus wenigen, aber sehr wichtigen Elementen:
Bild (Image)
Titel (Headline)
optional einer kurzen Description, abhängig vom Placement
Das Bild ist dabei das visuell wichtigste Element.
Das Bildformat: Warum 16:9 der Standard ist
Bei Taboola lädst du dein Bild standardmäßig im Format 16:9 hoch. Wichtig zu wissen:
Taboola passt das Bild nicht automatisch vollständig eigenständig an alle Placements an. Stattdessen stellt der Ads Manager ein sehr einfaches und praxisnahes Crop- und Anpassungstool zur Verfügung, mit dem du manuell festlegen kannst, welcher Bildausschnitt für weitere Formate, zum Beispiel 1:1, verwendet wird.

Darüber hinaus bietet Taboola eine sehr innovative KI-gestützte Option, die ich persönlich mehrfach als extrem hilfreich wahrgenommen habe. Mithilfe dieser Funktion können Bilder, die im ersten Moment vielleicht nicht ideal zugeschnitten oder etwas zu eng sind, per KI intelligent erweitert werden. Das System ergänzt fehlende Bildbereiche realistisch, sodass das Motiv sauber und natürlich in allen benötigten Formaten dargestellt werden kann.
Das ist besonders hilfreich, wenn:
ein Bild ursprünglich sehr fokussiert oder eng geschnitten ist
wichtige Bildinhalte bei klassischen Zuschnitten verloren gehen würden
du ein Creative für mehrere Placements nutzen möchtest, ohne komplett neue Bilder zu erstellen
In der Praxis bedeutet das:Auch Bilder, die auf den ersten Blick nicht perfekt für alle Formate geeignet erscheinen, lassen sich dank der KI-Unterstützung so optimieren, dass sie für nahezu jedes Placement visuell sauber und performant ausgespielt werden können.
Trotzdem solltest du beim Erstellen der Bilder immer folgende Grundregeln beachten:
Kein Text auf dem Bild
Keine Logos
Das zentrale Motiv klar und möglichst mittig platzieren
Genug „Luft“ im Bild lassen, um Zuschnitte und Erweiterungen zu erleichtern
So stellst du sicher, dass deine Native Ads nicht nur technisch korrekt, sondern auch visuell konsistent und hochwertig wirken – unabhängig vom Placement.
Titel und Message: Kontext schlägt Direktverkauf
Der Titel einer Native Ad ist kurz und hat eine klare Aufgabe:Er soll Neugier wecken oder ein Problem adressieren – nicht sofort verkaufen.
Gerade im Prospecting funktioniert es deutlich besser, wenn der Titel einen inhaltlichen Einstieg bietet, der zum Kontext der Seite passt. Der eigentliche Verkauf findet später im Funnel statt, nicht in der Anzeige selbst.
Weitere Placements: Nicht alles ist Native Ad
Neben klassischen Native Ads gibt es weitere Formate, die oft unterschätzt werden.
In-Mail-Placements erscheinen zum Beispiel direkt im E-Mail-Postfach eines Nutzers, etwa bei Yahoo. Optisch wirken sie wie eine neue E-Mail, sind aber klar als Anzeige gekennzeichnet.

Lockscreen-Placements tauchen auf mobilen Geräten auf dem Sperrbildschirm auf und eignen sich besonders für aufmerksamkeitsstarke Botschaften.
Push Notifications sind ein eigenes Produkt und erfordern ebenfalls eine eigene kreative und inhaltliche Herangehensweise.
Wichtig:Diese Placements funktionieren nicht automatisch mit denselben Werbemitteln, die du für klassische Native Ads nutzt.
Eine Strategie pro Placement, nicht ein Asset für alles
Ein häufiger Fehler ist es, alle Taboola-Produkte mit denselben Werbemitteln zu bespielen. Das funktioniert in der Praxis selten gut.
Stattdessen solltest du dir für jedes Placement folgende Fragen stellen:
In welcher Situation befindet sich der Nutzer gerade?
Ist er im Lese-, Informations- oder Unterhaltungsmodus?
Welche Bildsprache passt zu diesem Kontext?
Welche Erwartung hat der Nutzer nach dem Klick?
Erst daraus ergibt sich, welches Creative, welcher Titel und welcher Funnel sinnvoll sind. Eine Native Ad unter einem Nachrichtenartikel braucht eine andere Ansprache als eine In-Mail-Anzeige oder ein Lockscreen-Placement.
Wohin sollte der Traffic nach dem Klick gehen?
Gerade bei Native Ads ist es extrem wichtig, was nach dem Klick passiert.
Im Prospecting solltest du den Traffic in der Regel nicht direkt auf eine Produktseite schicken. Besser geeignet sind:
Advertorials
Listicles
inhaltlich aufgebaute Landingpages
Diese Formate holen den Nutzer in seinem aktuellen Mindset ab und bauen Vertrauen auf, bevor es zur eigentlichen Conversion kommt.
Weiterführende Ressourcen zur Gestaltung von Taboola Ads
Wenn du tiefer in das Thema Werbemittel-Gestaltung einsteigen möchtest, findest du in der entsprechenden Blogkategorie auf dieser Seite ausführliche Anleitungen zur Kreierung von Native Ads.
Zusätzlich stellt Taboola selbst sehr detaillierte Hilfeseiten bereit, auf denen die verschiedenen Placements, Formate und technischen Anforderungen genau erklärt werden. Diese Ressourcen sind besonders hilfreich, wenn du verstehen willst, wie Anzeigen auf unterschiedlichen Geräten und Umfeldern ausgespielt werden.
Fazit: Native Ads sind simpel, aber nicht trivial
Ein Taboola Native Ad Beispiel wirkt auf den ersten Blick simpel. Ein Bild, ein Titel, ein Klick. In der Praxis steckt die Performance aber in der Strategie dahinter.
Wer versteht, wo die Anzeige erscheint, in welchem Kontext der Nutzer sie sieht und welcher Funnel danach folgt, kann Native Ads sehr effektiv einsetzen. Wer dagegen versucht, alle Placements gleich zu behandeln, verschenkt Potenzial.



