Taboola Placements erklärt: Mehr als nur Native Ads
- 9. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Wenn die meisten Menschen an Taboola denken, denken sie automatisch an Native Ads unter Nachrichtenartikeln. Und ja – genau dafür ist Taboola bekannt geworden.
Doch seit dem großen Ausbau der Plattform und dem neuen Realize Ads Manager ist Taboola längst mehr als „nur Native“.
Heute steht Advertisern ein ganzes Ökosystem an Placements zur Verfügung – von klassischen Native Ads über Inbox-Placements bis hin zu Display, Push Notifications und Lockscreen Ads.
In diesem Artikel bekommst du einen vollständigen Überblick über alle aktuellen Taboola Placements – und vor allem darüber, wie du sie strategisch kombinierst, statt isoliert zu betrachten.
Der Klassiker: Native Ads im Open Web
Starten wir mit dem Fundament.
Native Ads sind Werbeanzeigen, die sich optisch in redaktionelle Umfelder einfügen. Typischerweise erscheinen sie:
unter Artikeln auf Nachrichtenseiten
innerhalb von „Recommended Content“-Feeds
eingebettet zwischen redaktionellen Empfehlungen
Sie wirken wie weiterer Content – sind aber klar als Werbung gekennzeichnet.

Genau das ist die Stärke:
Native Ads unterbrechen nicht.
Sie laden ein.
Richtig umgesetzt fühlen sie sich eher wie eine Content-Empfehlung an als wie klassische Werbung.
Das macht sie ideal für:
Prospecting (Neukundengewinnung)
Mid-Funnel Education
Produkt- oder Lösungsaufklärung
Retargeting
Wichtig dabei:
Gerade im Prospecting solltest du den Traffic nicht direkt auf Produktseiten schicken, sondern über Advertorials, Listicles oder edukative Landingpages führen. Erst beim Retargeting macht der direkte Sprung zum Produkt wirklich Sinn.
Das gilt nicht nur für Taboola, sondern auch für andere Native-Plattformen wie Outbrain.
Inbox Ads: Werbung direkt im E-Mail-Postfach
Ein besonders spannendes Placement sind sogenannte In-Mail Ads.
Hier erscheinen Anzeigen direkt im E-Mail-Postfach – aktuell vor allem stark in Märkten wie USA und UK, unter anderem über Kooperationen mit Yahoo.
Diese Ads sehen aus wie echte E-Mails:
Absender
Betreffzeile
Icon

Natürlich klar als Anzeige markiert – aber visuell stark an das gewohnte Mail-Interface angelehnt.
Der Vorteil: maximale Aufmerksamkeit in einem sehr persönlichen Kontext.
Hier brauchst du allerdings eine eigene Strategie:
Willst du direkt verkaufen?
Oder zuerst informieren?
Passt hier ein Advertorial oder eher eine Produktseite?
Inbox ist kein „Native Copy Paste“. Das Mindset des Users ist ein anderes – und genau darauf muss die Kommunikation abgestimmt werden.
Vertical Ads: Display auf Klickbasis
Mit dem Realize Ads Manager hat Taboola auch klassische Display-Formate eingeführt – sogenannte Vertical Ads.

Das sind bekannte Formate wie:
Skyscraper
Rectangle
weitere gängige Display-Größen
Der große Unterschied zu klassischen Display-Netzwerken:
Du kaufst diese Placements auf CPC-Basis.
Das bedeutet:
Du zahlst nur für Klicks
Impressionen sind kostenlos
Brand Awareness entsteht „on top“
Zusätzlich erscheinen diese Ads verstärkt auf Premium Publishern im Open Web – nicht nur in geschlossenen Netzwerken.
Damit wird Taboola plötzlich auch zur echten Alternative im Display-Bereich, vor allem für Mid- und Low-Funnel Performance.
Push Notifications: Direkter Draht zum Nutzer
Ein weiteres Produkt sind Push Notifications.
Hier erscheinen Nachrichten direkt auf mobilen Geräten – ideal für:
zeitlich begrenzte Aktionen
saisonale Angebote
Reminder
Reaktivierung von Nutzern
Push funktioniert am besten, wenn es gezielt eingesetzt wird. Nicht als Dauerbeschallung, sondern als taktischer Touchpoint innerhalb einer größeren Strategie.
Lockscreen Placements: Aufmerksamkeit auf dem Handy
Zusätzlich gibt es Lockscreen Ads.
Diese erscheinen direkt auf dem Sperrbildschirm bestimmter Geräte und schaffen einen weiteren Kontaktpunkt mit potenziellen Kunden – besonders interessant in Kombination mit Native und Display.
Auch hier gilt: eigener Funnel, eigene Creatives, eigener Kontext.
Nicht isoliert denken – Taboola Placements als System planen
Der größte Fehler ist, all diese Placements gleich zu behandeln.
Native, Inbox, Display, Push und Lockscreen sind unterschiedliche Momente im Alltag deiner Zielgruppe.
Stell dir für jedes Placement diese Fragen:
In welchem mentalen Zustand ist der Nutzer?
Entdeckt er gerade? Konsumiert er Content? Checkt er E-Mails?
Welche Botschaft passt genau hier?
Welche Landingpage macht an dieser Stelle Sinn?
Erst daraus entsteht eine echte Multi-Touchpoint-Strategie.
Die Stärke von Taboola liegt heute nicht mehr nur in Native Ads – sondern darin, dass du mit einem System mehrere Mid- und Low-Funnel Touchpoints abdecken kannst.
Fazit
Taboola ist längst kein reiner Native-Ad-Anbieter mehr.
Mit Realize Ads stehen dir heute zur Verfügung:
Native Ads
Inbox Placements
Vertical / Display Ads
Push Notifications
Lockscreen Ads
Der wahre Hebel entsteht, wenn du diese Formate nicht einzeln betrachtest, sondern als zusammenhängende Journey.
Richtig kombiniert kannst du Nutzer:
entdecken lassen
informieren
erneut ansprechen
und schließlich zur Conversion führen
Genau das macht Taboola heute zu einem vollwertigen Performance-Kanal im Open Web.



