Taboola Tracking Setup: Die komplette Anleitung für Advertiser
- 9. Feb.
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Feb.

Ein sauberes Taboola Tracking Setup ist oft der Unterschied zwischen mittelmäßigen Ergebnissen und echter profitabler Skalierung.
Ohne korrektes Tracking kannst du:
nicht sehen, welche Ads wirklich konvertieren
keine fundierten Optimierungen vornehmen
Abbruchpunkte im Funnel nicht erkennen
Kampagnen nicht effizient skalieren
In diesem Guide zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Taboola Tracking einrichtest. Vom Basis-Pixel über Conversion Events bis hin zur richtigen Optimierungslogik in Realize Ads.
Egal ob E-Commerce oder Leadgen: Dieser Artikel gibt dir das Fundament, um Taboola professionell zu betreiben.
Kurzer Hinweis für Shopify Nutzer
Wenn du mit Shopify arbeitest: In diesem Artikel erkläre ich zwar die Grundlagen des Taboola Tracking Setups auch für Shopify, es gibt aber einen separaten, deutlich detaillierteren Beitrag, der sich ausschließlich mit Taboola Tracking für Shopify beschäftigt (inklusive App-Setup, Events, typische Fehler und Best Practices).
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Wo findest du den Tracking-Bereich?
Im Taboola Realize Ads Manager findest du den Tracking-Bereich links in der Sidebar.

Achte auf das kleine Zielscheiben-Icon mit der Bezeichnung Tracking.
Dort siehst du:
Tracking Status
Event Konfiguration
Signal Aktivität
Conversion Counts
Am Anfang ist die Tabelle oft leer. Das ist normal.
Tracking Grundlagen: Was zeigt dir die Tabelle?
In der Tracking Übersicht findest du u. a.:
Status: feuert das Event? (rot = keine Aktivität, grün = aktiv)
Conversion Name: z. B. Purchase oder AddToCart
Kategorie: Gruppierung des Events
Events received last 7 days: Gesamtanzahl aller Auslösungen (nicht nur Taboola)
Typ: URL, Event oder Engagement
Conditions: technische Bedingungen im Pixel
Last Receipt: letzte Auslösung
Account Name: wo das Event liegt
Include in Total Conversions: wird das Event zur Optimierung genutzt
Include in Total Value: zählt der Wert ins Reporting
Last Modified: letzte Änderung
Wichtiger Hinweis
„Events received last 7 days“ zeigt alle globalen Events, also auch Conversions von Meta, Google etc. Das dient primär dazu zu prüfen, ob dein Pixel korrekt feuert.
Step 1: Basis-Pixel installieren
Der Basis-Pixel muss auf allen relevanten Seiten in den Header eingebaut sein.

Ohne ihn:
feuern keine Events
Conversions werden nicht zugeordnet
der Algorithmus lernt nicht
Kampagnen performen schlecht
Wenn du mit Shopify, WooCommerce oder Wordpress arbeitest, kannst du das Tracking meist direkt über die Integration lösen.
Alternativ:
Google Tag Manager
manueller Pixel Code
Server-to-Server Tracking (advanced)
Der Basis-Pixel enthält immer deine Account-ID. Ohne ihn funktioniert nichts.
Wichtiger Zusatz bei Advertorials auf externen Domains
Wenn du zusätzlich mit Advertorials arbeitest, die auf einer separaten Domain liegen, musst du besonders aufmerksam sein.
Beispiel:
Dein eigentlicher Shop heißt z. B. MagicSchuhShop.de.
Das Advertorial zum orthopädischen Problem durch falsches Schuhwerk liegt aber auf einer externen Seite wie rückeninfos.de.
In diesem Fall gilt:
👉 Der Basis-Pixel muss auch auf dem Advertorial implementiert werden.
Denn der erste Kontakt mit dem Nutzer passiert genau dort.
Best Practice:
Implementiere den Basis-Pixel auf der Advertorial-Domain (Header)
tracke zusätzlich den Clickout vom Advertorial zum Shop (zum Beispiel über das Codeless Event Tool von Taboola)
Das Clickout-Event ist extrem wichtig, weil du so siehst:
wie viele Nutzer vom Advertorial weiter in den Shop gehen
wie gut dein Advertorial vorqualifiziert
wo potenzielle Abbrüche passieren
Im Shop selbst wird dann typischerweise über die Shopify-Integration weiter getrackt (Add to Cart, Checkout, Purchase).
Grundregel:
👉 Überall, wo ein Touchpoint entsteht, muss der Pixel sitzen.
Sobald mehrere Domains im Spiel sind, gehört der Basis-Pixel auf jede dieser Seiten.
Nur so erhältst du ein sauberes Bild der gesamten User Journey – vom ersten Native Klick bis zum finalen Kauf.

Step 2: Conversion Events anlegen
Nach dem Basis-Pixel definierst du deine Events.
Typisch im E-Commerce:
Product View
Add to Cart
Start Checkout
Purchase
Im Leadgen zum Beispiel:
Formular gestartet
Formular abgeschickt
hochwertige Interaktionen
Diese Events sind nicht nur Reporting. Sie sind Trainingsdaten für den Algorithmus.
Step 3: Include in Total Conversions – so lernt der Algo
Das ist einer der wichtigsten Punkte im gesamten Taboola Tracking Setup.
Mit Include in Total Conversions = Yes sagst du Realize Ads:
Finde mir mehr Nutzer, die ähnlich sind wie Personen, die dieses Event ausgelöst haben.
Das ist kein simples Zählen. Das ist echtes Machine Learning.

E-Commerce Best Practice
Setze diese Events auf Yes:
Add to Cart
Start Checkout
Purchase
Warum?
Weil du dem System damit mehrere Mid- und Low-Funnel Signale gibst.
Wenn du nur Purchase aktivierst und am Tag vielleicht 0 bis 1 Kauf hast, lernt der Algorithmus praktisch nichts.
Kein Signal = kein Lernen
Kein Lernen = schlechte Performance
Das ist einer der größten Unterschiede zu anderen Plattformen.
Account Default Optimierung (anfangs unbedingt empfohlen)
Alle Events mit „Yes“ landen automatisch im sogenannten Account Default.
Wenn du bei der Kampagnenerstellung Account Default auswählst (stark empfohlen beim Start), optimiert Taboola auf alle diese Events gleichzeitig.
Standard Setup im E-Commerce:
Add to Cart: Yes
Start Checkout: Yes
Purchase: Yes
Das gibt dem System genug Volumen, um schnell zu lernen.
Wichtig für alle, die von Meta kommen:
Dort optimiert man oft direkt auf Purchase.
Bei Taboola funktioniert das am Anfang meistens schlechter.
Wann von Account Default auf Purchase wechseln?
Die Frage kommt immer:
Soll ich irgendwann nur noch auf Purchase optimieren?
Ja. Aber erst, wenn dein Account bereit ist.
Faustregel:
👉 Wechsle erst auf Purchase, wenn dieses Event ca. 10x pro Tag ausgelöst wird.
Erst dann hat der Algo genug Daten, um auf Final Conversions zu lernen.
Direkt auf Purchase starten?
Das geht, wenn:
du genug Budget hast
du grob nach der 10x Target CPA Regel startest
du realistisch ~10 Käufe pro Tag erwartest
Beispiel:
Produktpreis: 100 €
Ziel ROAS: 2
Break-even CPA: 50 €
Daily Budget: ~500 €
Dann kannst du direkt Purchase als Kampagnenziel wählen.
Die Soft Conversions bleiben im Tracking trotzdem auf Yes. In der Kampagne wählst du dann statt Account Default einfach Purchase.
Leadgen funktioniert genauso
Gehe deinen Funnel durch und frage dich:
welches Event zeigt echte Kaufabsicht?
welches Event passiert mehrfach pro Tag?
Beispiele:
Form Started
Step 2 Completed
Calendly Viewed
Lead Submitted
Aktiviere die wertvollsten 2 bis 3 Events.

Step 4: Attributionsfenster
Taboola nutzt zwei Fenster:
Click-Through: standardmäßig 30 Tage
View-Through: standardmäßig 24 Stunden
Click-Through bedeutet: Klick → Conversion innerhalb 30 Tage.
View-Through bedeutet: Ad gesehen → Conversion innerhalb 24h.
Wo du die Event-Einstellungen findest
Wenn du dir die Details eines Events anschauen oder anpassen möchtest, gehst du in der Tracking-Tabellenübersicht ganz nach rechts in die jeweilige Zeile und klickst auf das kleine Stift-Icon.
Dort siehst du dann unter anderem:
Event-Typ
Kategorie
Attributionsfenster
Include in Total Conversions / Value
weitere technische Einstellungen
Wichtig:
Standardmäßig solltest du diese Einstellungen erstmal so lassen, wie sie sind.
Die Default-Werte sind für die meisten Advertiser bereits sinnvoll gewählt.
Änderungen machen nur dann Sinn, wenn du ganz bewusst weißt, warum du etwas anpassen möchtest. Gerade am Anfang gilt:
👉 Nicht überoptimieren. Erst Daten sammeln.
Wenn du Tools wie Triple Whale oder Hyros nutzt, achte darauf, dass die Attributionsfenster vergleichbar eingestellt sind.

Step 5: Tracking Tabelle richtig interpretieren
Erwarte nicht sofort grüne Statusanzeigen.
Anfangs ist oft alles rot. Sobald Traffic läuft, werden Events aktiv.
Nutze das zur Validierung deines Setups, nicht zur Performancebewertung.
Integrationen

Shopify / WooCommerce
Automatisch:
Basis-Pixel
Standard Events
saubere Signalführung
Google Tag Manager
Für individuelle Setups.
Server-to-Server
Eine technisch fortgeschrittene, aber sehr präzise Tracking-Variante, bei der Events nicht browserbasiert, sondern direkt serverseitig an Taboola übermittelt werden.
Das ist besonders interessant für größere Setups oder wenn du maximale Datenqualität möchtest.
Wichtig zu wissen:
Du musst das nicht komplett selbst bauen.
Es gibt spezialisierte kostenpflichtige Tracking-Tools wie RedTrack oder Voluum, die Server-to-Server Tracking bereits integriert haben und den gesamten Prozess deutlich vereinfachen (inklusive Event-Weitergabe, Attribution und Funnel-Analyse).
Für Einsteiger ist das meist Overkill – für skalierende Accounts kann es aber ein echter Performance-Hebel sein.
Bonus Tipp: Taboola Pixel Helper

Taboola bietet eine Chrome Extension namens Taboola Pixel Helper (Hier downloaden).
Damit kannst du:
prüfen, ob der Basis-Pixel feuert
kontrollieren, ob deine Account ID stimmt
Funnel Steps durchgehen
sehen, welche Events ausgelöst werden
Sehr hilfreich beim Debugging.
Warum sauberes Tracking Performance bringt
Mit gutem Tracking:
erkennt der Algo Gewinner schneller
kannst du Creatives objektiv vergleichen
identifizierst du starke Placements
skalierst du mit Vertrauen
Ohne Tracking ist alles Rätselraten.
FAQ
Was ist Taboola Tracking?
Das Einrichten von Pixel und Events, damit Realize Ads Performance messen und optimieren kann.
Warum brauche ich einen Basis-Pixel?
Ohne ihn kann Taboola keine Nutzeraktionen erfassen.
Welche Events sollte ich tracken?
Im E-Commerce: Product View, Add to Cart, Start Checkout, Purchase.Im Leadgen: Funnel Steps + Lead.
Wann werden Events aktiv?
Sobald Nutzeraktionen stattfinden.
Was bedeutet „Include in Total Conversions“?
Welche Events der Algorithmus zum Lernen nutzt.
Kann ich Server-to-Server Tracking nutzen?
Ja, braucht aber technisches Know-how.
Sollte ich direkt auf Purchase optimieren?
Nur wenn du ca. 10 Käufe pro Tag erreichst. Sonst Account Default nutzen.



