Taboola vs. Google Ads: Warum Native Ads Search nicht ersetzen, sondern verstärken
- 9. Feb.
- 4 Min. Lesezeit

Wer nach „Taboola vs. Google Ads“ oder „Taboola oder Google Search“ sucht, steht meist vor einer strategischen Frage: Brauche ich Taboola überhaupt, wenn Google Search bei mir funktioniert?
Die kurze Antwort lautet: Ja, als Ergänzung. Die längere Antwort ist spannender und genau darum geht es in diesem Artikel.
Taboola vs Google Ads: Wo liegen die grundlegenden Unterschiede im Funnel?
Wenn man Taboola vs Google Ads vergleicht, wird schnell klar, dass beide Kanäle völlig unterschiedliche Aufgaben übernehmen und sich nicht gegenseitig ersetzen, sondern strategisch ergänzen.
Google Search Ads und Taboola Ads bedienen völlig unterschiedliche Phasen im Marketing-Funnel.
Google Search greift Nutzer ab, die bereits ein konkretes Interesse oder sogar eine klare Kaufabsicht haben. Sie suchen aktiv nach einem Produkt, einer Marke oder einer Lösung. Search ist deshalb extrem stark im Bottom Funnel und häufig der letzte Touchpoint vor der Conversion.
Taboola hingegen ist ein Discovery- und Content-Kanal. Native Ads erscheinen im redaktionellen Umfeld großer Publisher, zum Beispiel auf hochwertigen Nachrichtenseiten. Nutzer sind dort nicht aktiv auf der Suche nach einem Produkt, sondern konsumieren Inhalte. Genau hier entsteht der erste Kontakt mit einer Marke oder einem Angebot.
Taboola ersetzt Search nicht. Es füttert Search.
Was Native Ads bei Taboola besonders macht
Native Ads bei Taboola sind so aufgebaut, dass sie sich visuell und inhaltlich in das Umfeld der Seite einfügen. Sie erscheinen häufig unterhalb eines Artikels oder in Empfehlungsbereichen, gemeinsam mit weiteren redaktionellen Inhalten.
Der entscheidende Punkt: Der Nutzer begegnet deiner Marke in einem Premium-Umfeld, auf einer bekannten Nachrichtenseite, die mit Seriosität und Vertrauen verbunden ist. Dieser erste Kontakt bleibt im Gedächtnis hängen, auch wenn es nicht sofort zur Conversion kommt.
Genau dieser Effekt wird häufig unterschätzt.
Warum Google Search von Taboola profitiert
Basierend auf meiner eigenen Erfahrung und auf zahlreichen Rückmeldungen von Kunden zeigt sich immer wieder dasselbe Muster:Sobald Taboola aktiv ist, steigen Suchanfragen nach der Marke oder dem Produkt.
Der Ablauf sieht oft so aus:Ein Nutzer sieht eine Taboola Ad auf einer hochwertigen Publisher-Seite. Er klickt vielleicht nicht sofort oder liest ein Advertorial, ohne direkt zu kaufen. Einige Stunden oder Tage später erinnert er sich an die Marke, gibt sie bei Google ein und schließt den Kauf über eine Search-Anzeige oder sogar organisch ab.
In der Attributionslogik taucht dann oft nur Google Search als Conversion-Quelle auf. Der eigentliche Auslöser war aber der erste Touchpoint über Taboola.
Taboola wirkt damit als Demand-Creator, Search als Demand-Closer.
Klickbasierte Abrechnung mit Branding-Effekt
Ein oft übersehener Vorteil von Taboola ist das Abrechnungsmodell.Als Advertiser bezahlst du für den Klick, nicht für die Impression.
Das bedeutet:Selbst wenn Nutzer deine Ad nur sehen, aber nicht klicken, zahlst du nichts. Trotzdem entsteht ein Branding-Effekt, weil deine Marke im Umfeld eines Premium-Publishers sichtbar war.
Diese unbezahlten Impressions sorgen dafür, dass sich Nutzer an deine Marke erinnern. Wenige Tage später erfolgt dann die Conversion über Google Search oder ein anderes Google-Produkt. Aus Performance-Sicht ist das ein sehr effizienter Hebel.
Taboola als Retargeting-Booster für Google Ads
Ein weiterer starker Use Case entsteht im Zusammenspiel mit Google Retargeting.
Du kannst Traffic über Taboola auf eine Landingpage, ein Advertorial oder ein Listicle schicken und dort ganz normal deine Google-Pixel platzieren. Der Traffic ist oft günstiger als klassischer Social-Traffic und eignet sich hervorragend, um Retargeting-Audiences aufzubauen.
Diese Audiences kannst du anschließend über Google Search, Google Display oder YouTube wieder ansprechen. Taboola fungiert in diesem Szenario als günstiger und skalierbarer Audience-Builder für Google.
Die Journey mit Taboola ist bewusst anders als bei Search
Ein wichtiger Punkt, der nicht ignoriert werden darf: Du kannst deine Google-Search-Strategie nicht eins zu eins auf Taboola übertragen.
Search Ads führen oft direkt auf Produkt- oder Angebotsseiten. Bei Taboola ist das im Prospecting selten sinnvoll. Nutzer erwarten nach dem Klick Content, keine sofortige Verkaufsseite.
Die klare Empfehlung lautet deshalb auch hier:Arbeite mit Advertorials oder Listicles. Erkläre das Problem, den Kontext und die Lösung, bevor du zur Conversion übergehst. Wer diesen Schritt überspringt, verschenkt den größten Vorteil von Native Ads.
Taboola als Ergänzung im gesamten Marketing-Mix
Taboola entfaltet seine größte Wirkung nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit anderen Kanälen. Besonders mit Google entsteht eine sehr starke Kombination:
Taboola erzeugt Nachfrage und Markenbekanntheit
Google Search fängt die konkrete Kaufabsicht ab
Google Retargeting schließt offene Journeys
Der gesamte Funnel wird stabiler und weniger abhängig von einem einzelnen Kanal
Gerade in Zeiten steigender CPCs und stärkerem Wettbewerb im Search-Umfeld ist diese Diversifikation für viele Unternehmen ein entscheidender Performance-Hebel.
Für wen Taboola in Kombination mit Google besonders sinnvoll ist
Taboola eignet sich besonders für Unternehmen, die bereits Google Ads nutzen und dort an Grenzen stoßen. E-Commerce-Shops, Lead-Gen-Anbieter und erklärungsbedürftige Produkte profitieren stark vom zusätzlichen Touchpoint im Premium-Umfeld.
Wichtig bleibt aber:Nicht jedes Produkt eignet sich automatisch für Taboola.
Prüfe vor dem Start, ob Taboola für dein Produkt geeignet ist
Bevor du Taboola als Ergänzung zu Google Ads in deinen Marketing-Mix aufnimmst, solltest du prüfen, ob dein Produkt oder Service grundsätzlich dafür geeignet ist.
Dafür gibt es den kostenlosen Test auf dieser Seite. Er hilft dir einzuschätzen, ob Taboola in deinem Fall Sinn ergibt, welche Art von Setup empfehlenswert ist und wie sich der Kanal sinnvoll mit Google kombinieren lässt. So vermeidest du falsche Erwartungen und triffst eine fundierte Entscheidung.



