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Warum PPC Manager Native Ads vermeiden (Und was sie übersehen

  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
warum PPC Manager Native Ads vermeiden Vergleich zwischen PPC und Native Traffic

Wenn du dich länger in Performance-Marketing-Communities bewegst, fällt dir schnell ein Muster auf:


Viele PPC Manager vermeiden Native Ads.


Nicht nur vorsichtig.

Sondern aktiv.


Erwähne Native Advertising in einer Runde aus Google-Ads- oder Meta-Spezialisten und du hörst fast immer dieselben Aussagen:


  • „Schlechter Traffic.“

  • „Voll mit Bots.“

  • „Konvertiert nicht.“

  • „Haben wir getestet, war Geldverbrennung.“


Also warum genau vermeiden PPC Manager Native Ads?


Und ist diese Skepsis wirklich berechtigt?


Schauen wir uns das nüchtern an.


Der eigentliche Grund, warum PPC Manager Native Ads vermeiden


Es sind nicht Bots.

Es ist nicht zwangsläufig Fraud.

Und es ist nicht so, dass Native grundsätzlich nicht funktioniert.


Der wahre Grund ist:


Native Ads verhalten sich anders als klassische PPC-Kanäle.


Search und Social sind intent-getrieben.


Wenn jemand sucht nach:„bestes Kollagen Supplement“


Dann ist die Kaufabsicht bereits da.


Native funktioniert anders.


Native erzeugt Nachfrage, statt sie nur abzufangen.


Das verändert alles:


  • Andere Creative-Strategie

  • Anderer Funnel-Aufbau

  • Andere Optimierungslogik

  • Andere Erwartungshaltung


Die meisten PPC Manager sind trainiert auf Keyword-Intent, Retargeting und klar messbare Conversion-Signale.


Native erfordert Storytelling, Advertorials, Angle-Testing und Publisher-Optimierung.


Allein dieser Unterschied erklärt einen Großteil der Ablehnung.


Programmatisch vs. Direkt: Wo die Verwirrung entsteht


Ein riesiges Missverständnis in der gesamten Diskussion ist die Vermischung von „programmatisch“ und „direkt“.


Wenn viele PPC Manager sagen, sie hätten Native getestet, meinen sie oft:


Sie haben programmatische Inventare über einen DSP eingekauft, die als „Native“ bezeichnet wurden.


Typisch dafür:


  • Gemischtes Inventar

  • Begrenzte Platzierungs-Transparenz

  • Reichweiten-Optimierung

  • Kaum Publisher-Kontrolle


In solchen Setups sieht man oft nicht klar:


  • Welche Publisher wirklich performen

  • Wo problematischer Traffic herkommt

  • Wie man systematisch optimiert


Das fühlt sich schnell wie klassisches Display an.


Und in vielen Fällen ist es das auch.


Direkt gebuchte Native-Kampagnen unterscheiden sich fundamental:


  • Volle Publisher-Transparenz

  • Blocklisten und Allowlisten

  • CTR-basierte Regeln

  • Optimierung auf CPA oder ROAS

  • Platzierungsbasierte Creative-Tests


Hier kaufst du nicht anonymes Inventar, sondern steuerst aktiv Trafficquellen.


Viele negative Erfahrungen mit „Native“ stammen in Wahrheit aus programmatischen Setups – nicht aus direkten Native-Performance-Kampagnen.


Doch in PPC-Diskussionen wird alles unter einem Begriff zusammengefasst.

Das führt zwangsläufig zu falschen Schlussfolgerungen.


Warum hohe Varianz nicht ins Agenturmodell passt


Ein Punkt, den kaum jemand offen ausspricht:


Agentur-Strukturen sind selten auf Discovery-Kanäle mit hoher Varianz ausgelegt.


Native Ads erfordern:


  • Mehr Creative-Tests

  • Mehr Funnel-Experimente

  • Geduld

  • Manuelle Optimierung in der Anfangsphase


Das bedeutet:


  • Höheres kurzfristiges Risiko

  • Langsamere Anfangsergebnisse

  • Mehr Erklärungsbedarf gegenüber Kunden


Und das kollidiert mit der Realität vieler Agenturen:


Kunden erwarten stabile ROAS-Werte.


Agenturen wollen wiederholbare Prozesse.


Native passt am Anfang oft nicht in dieses Raster.


Also vermeiden PPC Manager Native Ads aus Risikomanagement-Gründen.


Nicht unbedingt aus Unwissenheit.


„Native ist voller Bots“ – Eine präzise Betrachtung


Diese Aussage basiert häufig auf Erfahrungen mit:


  • Breitem programmatischem Inventar

  • Geringer Transparenz

  • Reichweiten-Optimierung

  • Fehlender Platzierungssteuerung


Das ist etwas anderes als:


  • Publisher-Level-Optimierung

  • Blocklisten

  • Performance-Regeln

  • Kontinuierliche Traffic-Bereinigung


Gibt es Publisher die für bestimme Produkte oder Services weniger geeignet sind?


Natürlich.


Aber die Möglichkeit zur Kontrolle existiert – sie wird nur oft nicht konsequent genutzt.


Warum PPC Manager Native Ads selbst nach Tests vermeiden


Typischer Ablauf eines Native-Tests:


  1. Native wird wie Display behandelt

  2. Traffic geht direkt auf die Produktseite

  3. Generische Creatives werden verwendet

  4. Man erwartet sofort Meta-ROAS

  5. Geld wird verbrannt

  6. Kanal wird dauerhaft abgeschrieben


Native erfordert:


  • Pre-Sell Content (Advertorials, Listicles)

  • Message-Market-Fit

  • Editorial angepasstes Creative

  • Publisher-Optimierung


Wer diese Elemente überspringt, scheitert fast zwangsläufig.


Wann Native Ads tatsächlich Sinn ergeben


Native ist selten ein Ersatz für Google oder Meta.


In vielen Fällen sollte es das auch nicht sein.


Native funktioniert besonders gut, wenn:


  • Search und Social bereits plateauiert sind

  • Skalierung gefragt ist

  • Kreative Ressourcen vorhanden sind

  • Funnel-Denken etabliert ist

  • Native als Discovery-Layer verstanden wird


Mit anderen Worten:


Native ist Erweiterung, nicht Fundament.


Warum PPC Manager Native Ads vermeiden – und warum das rational ist


Aus Sicht eines PPC Managers ist die Skepsis nachvollziehbar:


  • Native wirkt unberechenbar

  • Ergebnisse variieren stark nach Angebot

  • Creative-Fatigue ist real

  • Funnel schlägt Bid-Strategie

  • Kunden mögen keine Experimente


Native zu vermeiden kann also eine rationale Geschäftsentscheidung sein.


Fazit


Warum vermeiden PPC Manager Native Ads?

Weil Native:


  • Eine andere Denkweise erfordert

  • Creative-getrieben ist

  • Am Anfang höhere Varianz hat

  • Oft mit programmatischem Display verwechselt wird

  • Nicht in klassische PPC-Prozesse passt


Das macht den Kanal nicht schlecht.

Es macht ihn nur strukturell anders.


Und genau deshalb funktioniert Native für manche Unternehmen hervorragend – während andere es vorschnell abschreiben.

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